Gesunde Ernährung gegen Pickel

 

Du hast mit Pickel oder Akne zu tun, obwohl du nicht mehr in der Pubertät bist? Akne betrifft nicht nur die Jugendlichen. Drei von vier Menschen haben schon mindestens einmal mit der Hauterkrankung zu tun gehabt.

Wie wir uns ernähren zeigt sich nicht nur an der Figur, sondern auch an der Haut. Ernährung ist zwar selten ursächlich für unreine Haut, sie kann sie aber negativ beeinflussen.

Wie ist es nach den Weihnachtsfeiertagen bei dir? Wenn Schokoweihnachtsmänner, Kuchen und Pralinen verspeist wurden. Die Völlerei nach dem vielen Süßen und Fettigem macht sich dann auf der Haut bemerkbar. Pickel sprießen über das Gesicht, wie sonst nicht im Jahr. Es ist noch kein wissenschaftlicher Beweis, aber eine Beobachtung, die viele von uns schon machen konnte.

Gründe und Ursachen

Infizieren Bakterien die Haut, kommt es zum Pickel. Allerdings scheinen nur bestimmte Stämme die Infektionen auszulösen, andere Bakterien haben wahrscheinlich sogar eine Schutzfunktion. Es gibt viele Gründe für Akne und unreine Haut.

Umwelteinflüsse wie Schmutz können eine Rolle spielen, vielleicht ist schlechte Haut aber auch durch hormonelle Schwankungen bedingt. Wenn du dieses beispielsweise durch tägliche Gesichtsreinigung, regelmäßige professionelle Reinigung durch die Kosmetikerin oder einem Hormoncheck beim Gynäkologen ausschließen kannst und trotzdem unter unreiner Haut leidest, solltest du deine Ernährung genauer betrachten.

Insbesondere Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index sollten Menschen mit Problemhaut meiden. Das belegen diverse Studien. Der Glyx-Index gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit ansteigt.

Auch Sportler, die auf eine vermeintlich gesunde Ernährung achten, leiden häufig unter unreiner Haut. Ein Grund dafür sind meist die vielen Proteinshakes, Quark und Frischkäse, mit denen sie versuchen, möglichst viel Eiweiß zu sich zu nehmen. Das fördert zwar das Muskelwachstum, Akne allerdings auch.

Auch andere Faktoren wie Stress und Rauchen beeinflussen die Akne.

Was passiert bei schlechter Ernährung?

Was passiert mit der Haut, wenn man sich schlecht ernährt?
Ob Akne, Rosacea, Ekzeme oder Überempfindlichkeit, die meisten Hauterkrankungen basieren auf Entzündungen. Isst man eine überdurchschnittliche Menge an Zucker und raffinierten Kohlenhydraten, wie sie in weißem Reis, Weißbrot oder Pasta enthalten sind, steigt der Blutzuckerspiegel an. Das kann die Bakterien im Darm aus dem Gleichgewicht bringen und Entzündungen im Körper begünstigen. Ist der Magen übersäuert, der Darm überfordert oder hat man zu wenig Verdauungsenzyme, können Rötungen und Pickel auf der Haut Signale dafür sein.

Es muss nicht nur der Darm schuld sein.
Wenn man mit Unreinheiten um die Kinn- und Mundregion zu kämpfen hat, kann das zum Beispiel auf eine Magen- und Darmstörung hinweisen. Aber Dermatologen geben auch an, dass andere Organe im Körper der Herd für unreine Haut sein können.

Wer an Pigmentstörungen und Unreinheiten in der Wangenregion leidet oder tiefe Augenringe hat, könnte zu viel Alkohol konsumieren und damit eine Störung der Leberfunktion hervorgerufen haben, wie das US-amerikanische National Institute of Health erforschte. Und Unregelmäßigkeiten wie weiße Flecken oder harte, körnig wirkende Unebenheiten unter der Haut können auf zu viel Milch in der Ernährung hinweisen.

Milch kann zu einer hohen Talgproduktion beitragen bei und fördert damit Akne und Entzündungen. Wenn die Pickel sprießen, probiere auf Milch zu verzichten. In einer chinesischen Studie fand man heraus, dass Milchtrinker 16% eher unter Akne leiden als Nicht-Milchtrinker.

Bei einer anderen Studie fand man heraus, dass vor allem Magermilchprodukte und fettarme Milchprodukte noch eher Akne förderten als Vollmilchprodukte. So ist es also nicht das Milchfett, das die Talgproduktion der Haut fördern soll, sondern vielmehr das Milcheiweiß. Übrigens: Auch die Menge macht's! Bei einem Glas Milch am Tag steigt das Aknerisiko um die 8% – bei mehr als einem Glas Milch schon um die 12%.

Ein weiterer Faktor für unreine Haut kann ein geschwächtes Immunsystem sein. Zucker kann das Immunsystem schwächen, denn die Haut blüht auf und das nicht funktionierende Immunsystem ist schlecht im Abwehren von Bakterien in der Haut. Sind die Poren mit Bakterien verstopft, verursacht das Pickel.

Die schlechten Kohlenhydrate, also Weißbrot, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Fastfood und zuckerhaltiges Obst sind genauso ein Problem wie die Milch.

Auch Alkohol und Zigaretten begünstigen Hautunreinheiten. Die Genussmittel und deren Abbau führen zu zahlreichen entzündungsfördernden Substanzen im Körper. Gleichzeitig werden durch den Konsum von Alkohol und Nikotin vermehrt Nährstoffe verbraucht, die dem Rest des Körpers inklusive der Haut dann wiederum fehlen. Pickel und eine unreine Haut können die Folge sein.

Was sollte man tun?

Bei unreiner Haut kann es also helfen, statt Lebensmittel mit hohem glykämischen Index, eher solche mit niedrigem glykämischen Index zu wählen. Dazu gehören unter anderem Vollkorngetreide und Vollkornprodukte und beim Obst zum Beispiel Äpfel und Beeren.

Zucker fördert Falten. Durch den Anstieg des Blutzuckerspiegels binden sich Zuckermoleküle dauerhaft an die Proteine der Haut, darunter auch das wichtige Kollagen, das für die Elastizität der Haut verantwortlich ist. Zucker fördert also nicht nur die Pickel, sondern auch die Faltenbildung und lässt uns älter wirken.

Sind Süßstoffe oder Obst eine Alternative?
In den vergangenen Jahren stellte sich in Studien heraus, dass Ersatzstoffe die gleichen Stoffwechselstörungen verursachen können wie echter Zucker. Diese Zuckeraustauschstoffe können ebenso kurzzeitig den Insulinspiegel erhöhen und die Darmbakterien aus der Balance bringen. Das bedeutet, dass künstlich gesüßte Lebensmittel und Getränke nicht nur das Risiko von Insulinresistenz und Diabetes erhöhen, sondern eben auch Hauterkrankungen wie Akne und Rosacea. Auch Obst treibt den Insulinspiegel nach oben. Man sollte Obst und auch süßes Gemüse wie Karotten vorab auf ihren glykämischen Index, kurz „Glyx“, checken.

Wassermelone und Cantaloupe sind hoch im glykämischen Index angesiedelt, während Kiwi, Heidelbeeren und Brombeeren einen geringeren Glyx haben

Lassen fettige Speisen Pickel sprießen?
Bei Pickeln wird auch oft dazu geraten, auf Fettiges zu verzichten. Allerdings ist die Studienlange hierzu recht dünn, sodass der Zusammenhang zwischen Akne und fettigem Essen noch nicht eindeutig ist.

Wichtig ist dabei grundsätzlich, den Unterschied zwischen den verschiedenen Fetten zu beachten. Stark verarbeitete Fette, die zum Beispiel in Frittiertem, Fast Food oder Chips stecken, können wahrscheinlich eher zu Hautunreinheiten führen. Bestimmte Fettsäuren, wie beispielsweise Omega-3-Fettsäuren wiederum wirken entzündungshemmend und können sich daher positiv auf Akne und Pickel auswirken.

Gesunde Lebensmittel die helfen können

Die Ernährung kann auch einen positiven Einfluss auf die Haut haben. Ein Lebensmittel, das per se gegen Akne hilft, gibt es zwar nicht. Doch Fisch, Pflanzenöle und frisches Gemüse tun der Haut besonders gut, erklärt die Expertin.

Ich verrate dir fünf Lebensmittel, die gegen Pickel helfen und auf deinen Ernährungsplan gehören.

  1. Zitrus-Früchte
    Zitronen, Kiwis und Orangen haben durch den hohen Vitamin-C-Gehalt und somit eine entzündungshemmende Wirkung. Durch die enthaltenen Antioxidantien lassen sie Pickel schneller abheilen und sorgen für schöne Haut.
  2. Bohnen
    Das in Bohnen enthaltene Zink hemmt die Talgproduktion und hilft deshalb effektiv gegen Pickel. Sie sollten jedoch darauf achten, die Bohnen mindestens 20 Minuten zu kochen, denn so zerstören Sie alle möglicherweise enthaltenen Giftstoffe.
  3. Brokkoli
    Um einen Vitamin-A-Mangel im Blut auszugleichen, sollten Sie wenn möglich über einen gewissen Zeitraum hinweg täglich Brokkoli essen. Dadurch wird die Verhornung der Haut und somit auch die Entstehung von Mitessern gehemmt. Brokkoli ist ein sehr effektives Lebensmittel gegen Pickel.
  4. Champignons
    Braune und weiße Champignons enthalten Biotin, besser bekannt als Vitamin H, das die Zellneubildung fördert. Pickel verschwinden schneller, wenn Sie Champignons in Ihre Ernährung einbauen.
  5. Spinat
    Wie das meiste grüne Blattgemüse enthält auch Spinat jede Menge Folsäure. Es regt die Zellteilung an und lässt Pickel schneller abheilen – die Regeneration Ihrer Haut wird unterstützt und Sie bekommen schneller schönere Haut.

Fazit

Wer unter Pickeln leidet, sollte also unbedingt auf sein Essverhalten achten. Letztlich ist die Hautreaktion bei jedem individuell. Es spielt ebenso wie Stress, die genetischen Veranlagung und der Hormonhaushalt eine große Rolle für unsere Haut.

Unterumständen verzichte auf oder reduziere Milchprodukte, sowie Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index, die Pickel begünstigen können. Probiere dich aus und lasse einzelne Lebensmittel weg. Schau auf die Reaktion deines Körpers. Ein Ernährungstagebuch kann dir dabei helfen.

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